Dem Elternwillen folgen und Münsters Gesamtschulen mit Qualität weiterentwickeln

  1. Der Rat der Stadt Münstern nimmt zur Kenntnis, dass im letzten Anmeldeverfahren 243 Kinder, die für eine Gesamtschule angemeldet wurden, abgewiesen wurden. Der Rat der Stadt Münster beauftragt deshalb die Stadtverwaltung, den weiteren Bedarf an Gesamtschulplätzen in der wachsenden Stadt festzustellen (ggfls. dritte städtische Gesamtschule).
  2. Der Rat beauftragt die Stadtverwaltung, die beabsichtigte Erweiterung der Mathilde-Anneke-Gesamtschule auf eine Sechszügigkeit zu sichern und die Genehmigung der Bezirksregierung dazu einzuholen.
  3. Die Stadtverwaltung wird weiter beauftragt, die Auswirkungen auf den Bestand der anderen weiterführenden Schulen zu prüfen und zu bewerten. Mit der Bezirksregierung soll weiter geklärt werden, unter welchen stadträumlichen und zeitlichen Bedingungen eine Genehmigungsfähigkeit weiterer Gesamtschulplätze in Aussicht gestellt werden kann. Ebenfalls wird die Stadtverwaltung beauftragt, die Stadtregion frühzeitig über Handlungsnotwendigkeiten für Münster zu informieren und einen Austausch dazu sicherzustellen.

 

Begründung:

 

Zu 1)

Im letzten Anmeldeverfahren haben die beiden städtischen Gesamtschulen zusammen 224 Schüler aufgenommen. Abgelehnt wurden 243 Kinder. Bei einer Bedarfsermittlung geht es nicht nur darum, wie viele Ablehnungen es gibt, sondern auch den Bedarf für die Anzahl an Zügen in der Sekundarschule 2. Nach Wiedereinführung der gymnasialen Schulzeit von neun Jahren liegen bislang nur Erkenntnisse aus dem ersten Anmeldeverfahren vor. Die Ergebnisse des kommenden Anmeldeverfahrens im Februar 2019 sind deshalb in die Bedarfsermittlung einzubeziehen.

 

Zu 2)

s. Vorlage V/0016/2015

 

zu 3)

Aus der Veränderung der Veränderung ist eine Wechselwirkung insbesondere für den Bestand der Realschulen zu erwarten. Auch die Stadtregion und ihre Schullandschaft soll in diese Entwicklung frühzeitig einbezogen werden, um regionalen Verwerfungen entgegenzutreten.

Stefan Weber                                                                          Otto Reiners
und Fraktion                                                                            und Fraktion

 

Den Antrag finden Sie hier als PDF