LKW-Abbiegesysteme für mehr Verkehrssicherheit im städtischen Fuhrpark nachrüsten

Der Rat möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, eine Nachrüstung des Lastwagen-Fuhrparks im Konzern Stadt Münster mit einem Abbiege-Assistenten auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen und dem Planungsausschuss dazu zu berichten.
 
Begründung:
Kollisionen zwischen abbiegenden Lastfahrzeugen, Radfahrern bzw. Fußgängern werden in Münser immer wieder vermeldet. 2017 war an mehr als jedem dritten Unfall in Münster ein Lkw beteiligt. An manchen Verkehrsknoten in Münster, an denen verschiede Verkehrsteilnehmer aufeinandertreffen, ist die Lage besonders unfallträchtig. Laut Polizei muss selbst beim Rechtsabbiegen beispielsweise an der Warendorfer oder Grevener Straße immer mit bis zu 15 Radfahrern gerechnet werden.  
Fehler beim Abbiegen oder Missachtung der Vorfahrt können für Beteiligte verheerende Folgen haben.
Dabei gehören auch die Lkw-Fahrer indirekt zu den Opfern. Sie müssen ihr ganzes Leben lang das Wissen um den Unfall ertragen.
Trotz moderner Spiegel- und Kameratechnik ist der tote Winkel beim Lkw ein lebensgefährliches Problem geblieben. Elektronische Abbiege-Assistenten können das ändern. Wie die Unfallforscher feststellen, könnten in Deutschland durch elektronische Abbiege-Assistenten jährlich um 44 Prozent der Unfälle mit getöteten oder schwer verletzten Radfahrern und Fußgängern verhindert werden. Eine bundesweite repräsentative Umfrage hat zudem ergeben, dass 88 Prozent der befragten Radfahrer die höchste Unfallgefahr beim Abbiegeverkehr sehen und die meiste Angst davor haben.

Ein gefährliches Risiko im städtischen Straßenverkehr bergen ebenfalls Müllwagen oder Baufahrzeuge, sei es beim Rangieren oder in Kreuzungsbereichen. Häufig fahren die Müllwagen zudem die Straßen in der Zeit ab, in der Schulkinder auf dem Weg zur Schule sind.

Den Antrag finden Sie hier als PDF