„Wertschätzung ist angebracht“

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Firmenchefin Barbara Altrogge (Bildmitte) von der Bäckerei Prünte hat sich wegen eines massiven Verkehrsproblems an die Rathauspolitik gewandt. Zur Stelle waren CDU-Ratsfrau Jolanta Vogelberg und ihr Kollege Walter von Göwels.

Probleme einer Traditionsbäckerei mit der künftigen Veloroute Piusallee müssen gelöst werden

 

Eine traditionsreiche Bäckerei in vierter Familiengeneration und mit einem guten Dutzend Arbeitsplätzen steht vor einem großen Problem. Ein Teil der Piusallee wird Fahrradstraße und dann für den Kraftfahrzeugverkehr außer den Linienbussen gesperrt. Die Bäckerei Prünte bekommt aber ihr Mehl per Lastwagen aus nördlicher Richtung über die Piusallee angeliefert. Von der südlichen Seite über den Niedersachsenring geht das aus Platzmangel nicht, weil der LKW dort nicht wenden kann.

Firmenchefin Barbara Altrogge hat sich deshalb an die Kommunalpolitik gewandt. Die CDU-Fraktion hat sich sofort darum gekümmert. „Das Problem dürfen wir nicht ignorieren“, so Ratsfrau Jolanta Vogelberg. Sie drängt auf eine Lösung im Rathaus. Denn die Prünte-Bäckerei beliefert mit vier Bullis auch Lebensmittelgeschäfte im Münsterland vor allem mit ihrem populären Pumpernickel. Und die Mehlanlieferung für die Backstube läuft schon lange nicht mehr in Säcken, sondern per Silobefüllung vom LKW.

Auch Ratsherr Walter von Göwels hat sich der Bäckerei-Sorgen angenommen und die Stadtverwaltung in Kenntnis gesetzt. „Wir sind für Velorouten, aber nicht auf Kosten der Existenz betroffener Anrainer“, sagte der verkehrspolitische CDU-Sprecher. Für den Lieferverkehr müsse auch eine Lösung während der Baustellenphase der künftigen Fahrradstraße verbindlich vereinbart werden. „Der unternehmerische Mittelstand und die Familienbetriebe leisten einen wesentlichen Beitrag für den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft und zahlen kräftig Gewerbesteuer. Da darf schon Wertschätzung zum Ausdruck kommen“, so Ratsfrau Vogelberg, die auch dem städtischen Wirtschaftsausschuss angehört.