Verzögern, verschieben, vertändeln

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CDU hat schon lange auf mangelnden Hitzeschutz an Schulen und Kitas hingewiesen

Die CDU-Fraktion im Rat hat den fehlenden Hitzeschutz an städtischen Schulen als Folge der „Politik der langen Bank“ von Grünen, SPD und Volt kritisiert. Die Rathaus-CDU setzt sich seit Anfang 2024 dafür ein, Schulhöfe und Freiflächen der Kitas vor Hitze zu schützen. Beim zuständigen Stadtrat Arno Minas (Grüne) hatte sich die CDU zuletzt in diesem Frühjahr erkundigt, was nach einem Jahr geschehen ist. „Nichts“, stellt nun der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Weber entgeistert fest, seitdem bekannt wird, dass die Mathilde-Anneke-Gesamtschule zur Selbsthilfe gegriffen hat. „Es ist einmal mehr so, dass die jetzige Ratsmehrheit selbst relativ kleine, aber dringend erforderliche Maßnahmen wie ein paar Sonnensegel verzögert, verschiebt und vertändelt.“

Dabei ist Sonnenschutz nicht nur auf Schulhöfen, sondern auch in den Schulgebäuden ein Thema. Viele haben noch die Verglasung der Bauzeit oder verfügen über keinen oder defekten Sonnenschutz an den Fenstern, hatte Ratsherr Meik Bruns schon im Frühjahr beklagt. Der schulpolitische CDU-Sprecher und Vorsitzende des städtischen Schulausschusses wollte wissen, was mit Blick auf den kommenden Sommer unternommen wurde oder noch zu erwarten ist. Die CDU hatte schon im Sommer 2024 Kritik daran geübt, dass ihr Antrag zum Hitzeschutz von Grünen, SPD und Volt erst einmal auf die lange Bank geschoben worden war, anstatt einen unbürokratischen Arbeitsplan umzusetzen. Es sei zwar nützlich, dass die Schülerschaft der Anneke-Schule die Sache selbst in die Hand genommen hat. „Wahlkampfvideos zur Klimaresilienz reichen nicht. Wo ist das konkrete politische Handeln denn?“, fragt Bruns in Richtung der Ratshausmehrheit.

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Die CDU-Ratsmitglieder Carmen Greefrath, Mathias Kersting (links im Bild) und Meik Bruns (rechts) setzten sich im Gespräch mit Schulleiterin Birgit Wenninghoff schon 2024 für mehr Sonnenschutz an der Mathilde-Anneke-Gesamtschule ein, wo man jetzt zur Selbsthilfe geschritten ist. Das Problem existiert auch an anderen Schulen und Kitas der Stadt.