„Sportamt schießt völlig übers Ziel hinaus“

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CDU: Werbebannerverbot kann so nicht bestehen bleiben

Auf erhebliche Irritationen nicht nur bei Sportlern, sondern auch in der CDU-Ratsfraktion ist die Absicht des städtischen Sportamtes gestoßen, Werbebanner an Ballfangzäunen zu verbieten. „Wer Sportvereinen ihre Werbebanner nimmt, nimmt ihnen notwendige Einnahmen für Jugendarbeit und Ehrenamt“, sagte Ratsherr Marcus Bielefeld. Der sportpolitische CDU-Sprecher forderte „mehr Augenmaß für eine seit Jahren gelebte Praxis, die offensichtlich noch nie zu den vom Sportamt erwähnten Gefahren geführt hat.“ Die Regelung dürfe so nicht bestehen bleiben.

Solche Verbote treffen laut Bielefeld „ausgerechnet diejenigen, die den Laden am Laufen halten.“ Die CDU ist bereits mit etlichen Sportorganisationen Münsters wegen des städtischen Vorgehens in Verbindung und hat unter anderem diese Rückmeldung erhalten: „Die Stadt schießt völlig übers Ziel hinaus. Erst Gelder für Sportstätten streichen und nun auch noch an die dringend benötigten Einnahmen der Vereine gehen. Unglaublich!“ Ratsherr Bielefeld schließt sich diesem Protest vollständig an: „Die Vereine kümmern sich ehrenamtlich darum, Einnahmequellen zu gewinnen und finden dafür engagierte Partner. Nun stellt die Stadt plötzlich quer und will winddurchlässige, sogenannte MESH-Werbebanner an Zäunen verbieten. Auch ich kann es kann kaum glauben.“