Der mit den Stimmen von Grünen, SPD und Volt zustande gekommene Beschluss des städtischen Verkehrsausschusses, den Lütkenbecker Weg für die Autodurchfahrt zu stoppen, ist möglicherweise nicht rechtmäßig erfolgt. Nach Auffassung der Rathaus-CDU muss Oberbürgermeister Tilman Fuchs (Grüne) den Beschluss offensichtlich beanstanden, weil Mitwirkungsrechte der Bezirksvertretung Ost und eine angemessene Bürgerbeteiligung in Münsters Osten ignoriert worden sind. „Beides hat es überhaupt nicht gegeben, obwohl der Osten von den Folgen der Sperre des Lütkenbecker Wegs unmittelbar betroffen ist“, sagte der Mauritzer Ratsherr Walter von Göwels, der auch verkehrspolitischer CDU-Sprecher ist.
Wenn die Durchfahrt für Autofahrer in Lütkenbeck entfalle, werde der Verkehr auf die benachbarten Verkehrsräume ausweichen, was dort zu weiteren Belastungen führen werde. Ratsherr von Göwels nannte die August-Schepers-Straße, die Schmittingheide und den Heumannsweg. Ebenso gelte das für die Wolbecker Straße, die demnächst ohnehin starken Einschränkungen infolge von Baumaßnahmen ausgesetzt sei.