Sicherheit muss Vorrang haben

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CDU: Waldbrandschutz darf nicht unter der Haushaltskrise leiden

 

Nach dem trockenen Sommer fordert die CDU-Ratsfraktion, gegen Wald- und Vegetationsbrände konsequent vorzusorgen. Nach einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine CDU-Anfrage verzeichnete die Feuerwehr von März bis Anfang September bereits mehr als 50 Vegetations-, Flächen- und Waldbrände und damit deutlich mehr als im bisherigen Spitzenjahr 2022. „Die Einsätze dieses Sommers demonstrieren, wie wichtig eine leistungsfähige Feuerwehr auch bei Wald- und Vegetationsbränden ist. Münster ist mit den geländegängigen Großtanklöschfahrzeugen, der Drohnentechnik und den Möglichkeiten zur Löschwasserförderung grundsätzlich gut aufgestellt“, erklärte Stefan Leschniok, sicherheitspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion.

Die Großtanklöschfahrzeuge verfügen jeweils über 8.500 Liter Wasser. Zugleich machte die Verwaltung deutlich, dass weitere geeignete Fahrzeuge aufgrund der Haushaltslage derzeit nicht beschafft werden können. Auch Ersatzbeschaffungen verzögern sich, so dass sich Löschfahrzeug-Laufzeiten verlängern. Leschniok: „Fahrzeuge müssen rechtzeitig ersetzt, Einsatzkräfte passend ausgestattet und neue Erfahrungen in Ausbildung und Einsatzkonzepte übernommen werden.“ Nach Angaben der Verwaltung ist eine speziell auf Vegetationsbrände ausgerichtete persönliche Schutzausrüstung bislang finanziell unmöglich.

CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Weber sieht darin eine grundsätzliche Frage für den städtischen Haushalt. „Bei der Sicherheit müssen wir klare Prioritäten setzen. Die städtische Finanzkrise darf nicht dazu führen, notwendige Investitionen in Feuerwehr und Bevölkerungsschutz auf Dauer zu verschieben.“ Die CDU begrüßt zugleich das interkommunale Waldbrandkonzept mit den Kreisen Warendorf und Coesfeld. „Konsequenz aus diesem Sommer muss die Sicherheit als Kernaufgabe der Stadt sein.“