„Parkplatzbeseitigung ohne Bürgerbeteiligung“

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CDU spricht mit Anwohnern der Kolmarstraße – Probleme auch am Ronnebergweg

Anwohner der Kolmarstraße im Geistviertel haben sich mit der CDU-Fraktion getroffen, um ein Problem zu besprechen. Es geht um Parkplatzbeseitigung und die Kommunikation darüber. „Die Bürger regen sich weniger wegen der ursprünglich geplanten Maßnahmen der Stadt auf, sondern lehnen die von den Grünen in der Bezirksvertretung Mitte durchgesetzten Verschärfungen ab und fühlen sich schlecht informiert“, berichtete Ratsherr Walter von Göwels. Der verkehrspolitische CDU-Sprecher hatte sich mit den kommunalen Verkehrspolitikern Ratsfrau Dr. Britta Rieder von Paar und Jan Gebker an Ort und Stelle informiert.

An der Kolmarstraße und auch am Ronnebergweg finden Baumaßnahmen etwa für mehr Barrierefreiheit durchaus Zustimmung. Der Protest richtet sich gegen Pläne, die ohnehin schon knappen Parkplätze drastisch zu verringern. Deren Zahl soll von derzeit 67 um mehr als ein Drittel auf 42 reduziert werden. „Für die Anwohner stellt sich die unbeantwortete Frage, wo sie ihre Fahrzeuge künftig abstellen sollen“, sagte Ratsfrau Riederer von Paar aus dem städtischen Verkehrsausschuss. In der Kolmarstraße und im Ronneberweg gibt es nach Anwohnerangaben insgesamt 175 Wohnungen. „Fast noch größer ist der Protest, dass die Grünen-Verschärfungen ohne jede Bürgerbeteiligung gelaufen sind“, so Ratsherr von Göwels.

Jan Gebker, sachkundiger Bürger im Verkehrsausschuss, wies darauf hin, dass viele hier regelmäßig Fahrrad, Bus und Bahn nutzen. Eine weitere Reduzierung des Autoverkehrs sei vielleicht wünschenswert, aber praktisch kaum möglich. „Für viele Haushalte ist das Auto keine Komfortfrage, sondern schlichte Notwendigkeit. Familien mit Kindern, Menschen mit eingeschränkter Mobilität, pflegende Angehörige oder Berufstätige mit Schicht- oder Bereitschaftsdiensten sind auf eine verlässliche und wohnortnahe Parkmöglichkeit angewiesen“, hieß es aus der CDU. Tatsächlich hätten sich Auto-, Radfahrer und Fußgänger mit der fraglos schwierigen Verkehrssituation arrangiert, da gegenseitige Rücksichtnahme praktiziert werde. 

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Im Regen stehen gelassen fühlen sich Anwohner der Kolmarstraße, hier im Gespräch mit CDU-Kommunalpolitikern (von links) Jan Gebker, Walter von Göwels, Thomas Holz, Christina Helmer, Sandra Helmer und Dr. Britta Riederer von Paar. Der Protest richtet sich vor allem gegen die fehlende Bürgerbeteiligung.

Foto: Peter Hellbrügge-Dierks