Münster muss guter Standort fürs Handwerk bleiben

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Flächen schaffen, Bürokratie abbauen, Erreichbarkeit sichern – Höhere Gewerbesteuer Fehlsignal

 

Mehr als 3.000 Betriebe, rund 27.500 Beschäftigte, fast 1.400 Auszubildende und 3,7 Milliarden Euro Jahresumsatz: Das Handwerk ist eine tragende Säule der Münsteraner Wirtschaft. Welche Bedingungen es braucht, damit das so bleibt, hat die CDU-Ratsfraktion mit Vertretern des Handwerks beraten. Dabei war Handwerkskammer-Geschäftsführer Markus Hartmann. CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Weber hatte schon in der Einladung die etwas bange Frage gestellt: „Bleibt Münster ein guter Standort für das Handwerk?“

Bürokratie, Erreichbarkeit, Fachkräftesicherung und vor allem fehlende Gewerbeflächen beschäftigen das Handwerk schon länger. Der Wirtschaftsbereich will gemeinsam mit der Stadt daran arbeiten, zusätzliche Flächen verfügbar zu machen. Weber sicherte die Unterstützung der CDU-Fraktion zu und plädierte für weitere Anstrengungen, auch den Wohnungsbau anzukurbeln. Davon würde nicht nur das Bauhandwerk profitieren. Handwerker müssen schließlich auch zu bezahlbaren Preisen wohnen können. „Wenn Wohnungen wie in Münster knapp und teuer sind, hilft nur der Bau neuer Wohnungen“, schlussfolgerte Ratsherr Weber. 

Eine Gewerbesteuererhöhung zur Bewältigung der städtischen Finanzkrise lehnt die CDU kategorisch ab. Münsteraner Unternehmen wären davon im Wettbewerb mit Handwerksbetrieben aus Nachbarorten besonders betroffen. Diese können in Münster um dieselben Aufträge konkurrieren, ohne eine höhere Münsteraner Gewerbesteuer zahlen zu müssen.