Die CDU-Ratsfraktion fordert von der städtischen Verwaltung und deren Wirtschaftsförderungsgesellschaft einen konkreten Fahrplan, um neue Gewerbeflächen zu aktivieren. Der Vorsitzende Stefan Weber hatte dazu am Montagabend (22. Juni) Dr. Marco Trienes eingeladen, den neuen Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Schnell war klar, dass Flächenangebot, Fachkräftegewinn, digitale Transformation und Tempo entscheidende Standortfaktoren sind, aber auch Energie-, Lohn- und Lohnnebenkosten.
Die CDU wird das Thema zu einer umfassenden Anfrage an die Stadtverwaltung nutzen und strebt eine parteiübergreifende „Allianz für neue Gewerbegebiete“ an. Die Grünen hatten kürzlich noch ein neues Gewerbegebiet in Gremmendorf nahe der Loddenheide in Frage gestellt. Weber erneuerte die Forderung der CDU, zügig zu weiteren Gewerbeflächen zu kommen, was zu den kommunalen Kompetenzen sinnvoller Wirtschaftspolitik zählt und die in der Regionalplanung bereits identifiziert sind. „Münster hat mehr Potenzial und Stärken als andere Regionen, was auch der Wirtschaft und Arbeit in der Stadt dient. Das müssen wir nutzen und Bremsklötze beseitigen“, sagte Weber.
Vorhandene Potenzialflächen müssen nach den Worten des stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Mathias Kersting nicht nur identifiziert, sondern auch konsequent entwickelt werden. Hier komme es auf eine größtmögliche Effizienz der Akteure im Stadtkonzern an. „Wir müssen jetzt ins Machen kommen“, sagte Kersting. CDU-Ratsherr Stefan Leschniok, Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Wirtschaftsförderung, regte für neue Gewerbeflächen eine Zusammenarbeit der Stadt mit den Kreisen im Münsterland an.