Die Tiefengeothermie aus der Erde ist für die CDU ein Baustein für die künftige Wärmeversorgung Münsters. Experten der Stadtwerke waren einer CDU-Einladung ins Rathaus gefolgt, um über den aktuellen Planungsstand und die bereits durchgeführten Untersuchungen zu berichten. „Die Tiefengeothermie kann dazu beitragen, unsere Fernwärmeversorgung klimafreundlicher, unabhängiger von Energieimporten und langfristig stabiler zu machen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Weber. Es gebe in den vergangenen Jahren beeindruckende Erkenntnisfortschritte bei der Erkundung des münsterschen Untergrunds.
Die seismischen Analysen bilden eine Grundlage für die Auswahl möglicher Standorte und die weiteren Planungen. Das größte Potential werde in einem breiten Korridor zwischen dem Westen und dem Norden der Stadt gesehen. „Gerade bei einem Projekt langfristiger Planung ist es wichtig, Risiken frühzeitig zu minimieren und Entscheidungen auf einer möglichst soliden wissenschaftlichen Grundlage zu treffen“, sagte die umweltpolitische CDU-Sprecherin Babette Lichtenstein van Lengerich.
Die CDU im Rathaus rechnet nach dem Gespräch mit den Stadtwerkevertretern bereits in diesem Jahr mit weiteren Planungsvorbereitungen und zusätzlichen Erkenntnissen des Geologischen Dienstes NRW. 2027 sollen die bergrechtlichen Verfahren und die konkrete Bohrplatzplanung vorbereitet werden. Für die CDU sind bei Münsters Wärmewende Technologieoffenheit und Praxisorientierung entscheidend. „Wir brauchen einen Energiemix, der Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz zusammenbringt“, so Ratsherr Weber. Ratsfrau Lichtenstein van Lengerich: „Die Tiefengeothermie hat den großen Vorteil, dass sie unabhängig von Wetter und Tageszeit kontinuierlich Wärme liefern kann. Das unterscheidet sie von anderen erneuerbaren Energiequellen und dient den Klimazielen der Dekarbonisierung.“