CDU fordert Abschied von „Goldstandards“

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Weber: Scheitern der Gasometer-Pläne kommt nicht überraschend

Das Scheitern des Bauprojekts am ehemaligen Gasometer kommt aus Sicht der CDU-Fraktion alles andere als überraschend. „Das ist Scheitern mit Ansage“, sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Weber und fügte hinzu: „Nun geht wieder alles von vorne los.“ Ein Grund seien die überzogenen Vorstellungen und Vorgaben der Stadt Münster. „In diesen Zeiten muss man sich von Goldstandards verabschieden, sonst geht bald kaum noch etwas.“

Weber verwies auf fünf Punkte, die vor wenigen Tagen auf einer Veranstaltung der städtischen Wirtschaftsförderung vor mehr als hundert Teilnehmern in Anwesenheit des Oberbürgermeisters vorgetragen worden sind, um Investitionen in Wohnungen und Gewerbe zu erleichtern, statt sie zu erschweren. „Wenn nicht bald ein Umdenken und neues Handeln erfolgen, wird Münster als wachsende Stadt keine gute Zukunft haben“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Mathias Kersting. Tausende preisgünstiger Wohnungen könnten deutlich schneller und preiswerter zu bauen sein, wenn deutlich mehr bebaubare Flächen mobilisiert würden und bei städtebaulichen Planungen von Wohnquartieren Investoren frühzeitig einbezogen und Bebauungspläne deutlich schneller erstellt würden. Helfen könne auch ein Verzicht auf detaillierte und kostentreibende Vorgaben und eine Konzentration der Verantwortlichkeiten in der Stadtverwaltung, eine Beschleunigung von Genehmigungsprozessen, die Ausnutzung möglicher Spielräume und die Erleichterung von Baumaßnahmen privater Hausbesitzer.

Erschwerend wirke sich die wirtschaftliche Lage aus. Gestiegene Zinsen, hohe Bau- und Energiepreise und wechselhafte Materialkosten machten viele Projekte wirtschaftlich kaum noch tragfähig. Bei sinkenden Erträgen und steigenden Risiken hielten sich immer mehr Investoren zurück. „Wer in dieser Situation zusätzliche Auflagen und immer neue Detailvorgaben aufsattelt, darf sich über Projektabbrüche nicht wundern“, so Weber.