CDU bekräftigt Ausbau der B 51 – Planung soll verträglicher werden

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Kein Planungsstopp: CDU verständigt sich mit Grünen auf gemeinsame Position zur B 51

 

Die CDU-Ratsfraktion hat einen mit den Grünen abgestimmten Resolutionsentwurf zum Ausbau der Bundesstraße 51 zwischen Münster, Handorf und Telgte vorgelegt. Danach soll der Rat der Stadt die Bedeutung der B 51/B 64 als zentrale Verkehrsachse für Münster und das östliche Münsterland unterstreichen und das Ziel unterstützen, „die Planung so weiterzuentwickeln, dass eine verkehrlich wirksame, fachlich tragfähige und vor Ort möglichst breit akzeptierte Lösung erreicht wird.“ Für die CDU ist von zentraler Bedeutung, dass der Ausbau nicht infrage gestellt wird. Es geht nicht um einen Planungsstopp, sondern um eine bessere, ortsverträglichere und zugleich leistungsfähige Planung. Die Verkehrsfunktionen der B 51 seien zu stärken, die Anwohnerschaft in Münsters Osten spürbar zu entlasten und gleichzeitig die Belange von Anwohnern, Umwelt, Landschaft und Nahmobilität bestmöglich zu berücksichtigen.

Die von Straßen.NRW vorgelegten Planungen zum Ausbau der B 51 auf Münsters Stadtgebiet werden in dem Entwurf als „in Teilen überdimensioniert“ bezeichnet. Deshalb solle die Stadt gegenüber dem Land und dem Bund auf eine Überarbeitung hinwirken. Die CDU hat dabei entscheidende Punkte deutlich gemacht. Kritisiert wird nicht das Ziel eines leistungsfähigen Ausbaus, sondern die konkrete Gestaltung einzelner Planungselemente. Es geht darum, den Flächenverbrauch auf ein Mindestmaß zu begrenzen und die Planung insgesamt orts-, landschafts- und landwirtschaftsverträglicher zu gestalten, auf eine Ausweisung der Bundesstraße als Kraftfahrstraße zu verzichten, landwirtschaftlichen Verkehr weiterhin zu ermöglichen, notwendigen Anwohner- und Erschließungsverkehr möglichst direkt zu führen und auf eine zusätzliche parallel verlaufende Ersatzstraße zu verzichten. Der Knotenpunkt Handorfer Straße / Alter Mühlenweg soll plangleich, leistungsfähig und verkehrssicher und so gestaltet werden, dass das Projekt „Münsterland S-Bahn“ nicht behindert wird.

„Wir haben uns mit den Grünen auf eine gemeinsame Position verständigt, weil es jetzt darauf ankommt, die Planung der B 51 konstruktiv voranzubringen statt sie zu stoppen“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Weber. Für die CDU sei entscheidend, dass der Sinn des Ausbaus klar erkennbar bleibt: Die B 51/B 64 ist eine zentrale Verkehrsachse für Münster und das östliche Münsterland. Sie muss leistungsfähig bleiben, Verkehr sicher aufnehmen und die Anwohner in Handorf und im Münsteraner Osten entlasten. Kein Planungsstopp, sondern eine leistungsfähige, sichere und zugleich ortsverträgliche Weiterentwicklung der B 51 unter Berücksichtigung von Anwohner-, Umwelt-, Landwirtschafts-, Wirtschafts- und Verkehrsinteressen. Damit besteht nach Webers Worten nicht in allen Detailfragen Einigkeit. Unterschiedliche Sichtweisen blieben bestehen und könnten im weiteren Verfahren politisch bewertet werden.

„Essentials der weiteren Planung“

Auch der Handorfer Ratsherr Thomas Werth und sein Mauritzer Kollege Walter von Göwels unterstützen die Erklärung. Werth: „Ich freue mich insbesondere darüber, dass allseitiger Konsens über das Erfordernis der Entflechtung des stauträchtigen Nadelöhrs an der Kreuzung Warendorfer Straße/Handorfer Straße/Alter Mühlenweg gefunden worden ist, die eine spürbare Entlastung sowohl dem überregionalen Verkehr als auch den Berufspendlern bringen wird. Aus Handorfer Sicht kann dann auch verbotswidriger Umgehungsverkehr durch Wohngebiete verhindert werden. Entscheidend ist dennoch, dass der Umbau nicht überdimensioniert erfolgt. Insoweit muss die derzeitige Planung dringend nachgebessert werden.“ Walter von Göwels, der auch verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion ist, sagte: „Ich stimme für die Erklärung mit den Grünen unter der gemeinsam festgelegten Voraussetzung, dass Münsters Osten mit St. Mauritz und Handorf endlich vom Durchgangsverkehr entlastet und die künftige Münsterland-S-Bahn im Knoten Handorfer Straße/Alter Mühlenweg nicht behindert wird. Das sind Essentials der weiteren Planung.“