Bevorzugung der Gesamtschule bei Anmeldungen beenden

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CDU fordert gleichzeitiges und faires Verfahren für alle Schulformen

Die kommunale Schulpolitik der grünen Stadtspitze bleibt aus Sicht der CDU-Fraktion ein Sorgenkind der Stadt. „Wir unterstützen den Elternwillen, fordern aber endlich ein einheitliches und gleichzeitiges Anmeldeverfahren. Die grün-rote Ratsmehrheit bejubelt die künstlich in die Höhe getriebenen Anmeldezahlen der Gesamtschulen seit Jahren“, sagte der schulpolitische CDU-Sprecher Ratsherr Meik Bruns, der auch Vorsitzender des städtischen Schulausschusses ist.

Anlässlich der Bekanntgabe der Anmeldungen zu den städtischen Gesamtschulen für das kommende Schuljahr forderte die CDU erneut, die in Münster immer noch praktizierte einseitige Bevorzugung der Gesamtschulen bei der Anmeldung zu beenden. „Die ideologisch bedingte Bevorzugung der Gesamtschule im Anmeldeverfahren ist nicht akzeptabel und verzerrt das Bild des wirklichen Elternwillens.“ Nur ein gemeinsames Anmeldeverfahren garantiere die notwendige Klarheit für die Entwicklung aller Schulformen, die pädagogisch herausragend arbeiteten. „Wie muss es auf die Schulgemeinden der Haupt- und Realschulen und der Gymnasien wirken, dass die Gesamtschule als Schulform ideologisch so bevorzugt wird?“, fragte Bruns und forderte mehr Wertschätzung für die Arbeit aller Schulen der Sekundarschule 1 in Münster. Ein einheitliches, zeitgleiches Anmeldeverfahren ist aus Sicht der Rathaus-CDU ein Gebot der Fairness. „Die Fachverwaltung hat es längst so vorgeschlagen. Allein an Grün-Rot-Volt scheitert es“, so Bruns.

Für das Schuljahr 2026/27 übersteigt die Zahl der Anmeldungen zu den drei städtischen Gesamtschulen erneut die verfügbaren Plätze. Bei 818 Anmeldungen wird es nach Angaben der Stadtverwaltung 440 Absagen geben.