Musik-Campus hat nur an der Hittorfstraße eine echte Chance

Chancen für den Musik-Campus politisch nutzen: Rathaus-Gespräch der CDU mit (v. l.) Universitätsrektor Prof. Dr. Johannes Wessels, Musikschulleiterin Friedrun Vollmer, CDU-Fraktionschef Stefan Weber, Kultur-Stadträtin Cornelia Wilkens, Wilko Franz von der Initiative „moNOKultur“ und Stadtbaurat Robin Denstorff.

Startschuss für Münsters Zukunft als Kulturstadt – Rathausgespräch der CDU

 

Es ist Zeit für den Grundsatzbeschluss zum Musik-Campus an der Hittorfstraße und für die Zukunft Münsters als Kulturstadt.“ So fasste Vorsitzender Stefan Weber das Ergebnis eines Gesprächs zusammen, zu dem die CDU-Fraktion am Montagabend (30. September) ins Rathaus geladen hatte. Jetzt komme es darauf an, die Begeisterung der Musikszene und in der Bevölkerung für den politischen Startschuss zu nutzen. Im Rathaus wurde erneut klar, dass nur an der Hittorfstraße eine aussichtsreiche Chance für das Gemeinschaftsvorhaben von Stadt und Universität besteht.

Der Versuch, das Projekt an unterschiedlichen Standorten zu verwirklichen, ist nach den Worten von Universitätsrektor Prof. Dr. Johannes Wessels nur unter dem Verlust des wesentlichen Charmes einer gemeinsamen Spiel- und Übungsstätte für Münsters Musikwelt zu haben. Für die städtische Musikschule, die Musikhochschule und das Sinfonieorchester gebe es an der Hittorfstraße nicht nur genug Platz, sondern auch eine gute Verkehrsanbindung und ein Parkhaus. Mit dem Musik-Campus könne über den Botanischen und den früheren Pharmazeutischen Garten ein etwas verborgener Grünpark in der Stadtmitte für viele neu erschlossen und Münsters Westen städtebaulich beflügelt werden. Geplant werde ein erstklassiger Konzertsaal und keine Hybridlösung, auch wenn der Campus-Großraum nicht nur für Musikveranstaltungen genutzt werden soll.

Auch die Angehörigen ungebundener Kulturangebote der „freien Szene“ sehen einen Musik-Campus als möglichen „Qualitätssprung“, obwohl man die Möglichkeiten noch nicht endgültig abschätzen könne, wie Wilko Franz von der Initiative „moNoKultur“ sagte. Kultur-Stadträtin Cornelia Wilkens machte deutlich, dass die Stadtverwaltung alles unternehmen will, um die von Stefan Weber so bezeichnete „Halle für alle“ unbedingt zu erreichen.

Stadtbaurat Robin Denstorff nannte die am 9. Oktober im Rat zur Grundsatzentscheidung anstehende Verwaltungsvorlage zum Musik-Campus einen Startschuss auch für die Suche nach Antworten auf viele offene Fragen. Rektor Wessels sieht diesen Projektbeginn auch mit Blick auf die Finanzierung, an der neben dem Land und der Stadt auch der Bund beteiligt werden soll. Auf die Stadt kommen aber in jedem Fall hohe Investitionen zu, weil die Musikschule und das Sinfonieorchester räumlich ohnehin aus allen Nähten platzen, wie Frau Wilkens deutlich machte.